Sehr geehrter Herr,
seit 140 Jahren lebt der Männerbund Schlaraffia im deutschsprachigen Raum, aber auch in vielen ausländischen Städten in Europa und Übersee. Schlaraffia wurde einst in Prag von deutschen Künstlern mit dem ausschließlichen Ziel gegründet, Kunst, Humor und Freundschaft zu pflegen.
Hervorgegangen aus dem Geiste der Romantik, pflegen wir Schlaraffen ein fröhliches Spiel, in dem wir unabhängig vom profanen Rang und Stand dem Streß des Alltages entfliehen: unser Treffpunkt wird dabei zur Burg, die Mitglieder, Sassen genannt, tragen ritterliche Gewänder und werden als Knappen, Junker und Ritter bezeichnet, legen ihre profanen Namen ab, um für die Dauer des Spieles heitere, persiflierende Namen anzunehmen.
Allein in der Bundesrepublik Deutschland gibt es in rund 150 Städten örtliche Vereine, Reyche genannt. Der Uhu, schon in der Antike als Vogel der Weisheit bekannt, verkörpert hierbei als humorvolles Sinnbild alle schlaraffische Tugend.
Von Oktober bis April treffen sich Schlaraffen zur wöchentlichen Sippung, in der wir mit ernsten und heiteren, gereimten und prosaischen, literarischen und musikalischen Beiträgen, Fechsungen genannt, Publikum unter Gleichgesinnten finden, wobei uns der Wahlspruch "In Arte Voluptas" ( In der Kunst liegt das Vergnügen) vereint. Der Umgang miteinander ist mit dem Wahlspruch "Im Glücklichmachen liegt das Glücklichsein" treffend überschrieben.
Auch Schlaraffen aus anderen Reychen besuchen uns oft, sind als Freunde stets willkommen und werden freudig in unser Spiel eingebunden. Da auch wir uns in jeder Stadt, in jedem Reych, über dem unser Uhu seine Kreise zieht, als gern gesehene Gäste und Mitspieler wissen, sind wir in diesem weltumspannenden Bunde Schlaraffia stets und überall Freunde unter Freunden, denn uns verbindet die Pflege unserer Ideale Kunst, Humor und Freundschaft.
So treffen sich die Detmolder Schlaraffen an jedem Montag abends um 8 Uhr zum Sippungstag in ihrer Grotenburg im umgebauten Hotelsaal im Ortsteil Berlebeck, schütteln den profanen Alltag, seine Hast und Eile, Pflichten und Zwang ab, um sich am schlaraffischen Spiel zu erfreuen.
Vielleicht möchten auch Sie gern einmal dem profanen Alltag enteilen und völlig unverbindlich unserem Spiel zuschauen. Dann nehmen Sie mit uns Kontakt auf.
Wir würden uns freuen, Sie dann als gern gesehenen Gast begrüßen zu dürfen.
Ihre Schlaraffia Theotmalli
Ralf Röhler
Tel. 0 52 31-6 58 44
Prof. Heiner Eckels
Tel. 0 52 31-43 36
Bad Meinberg:
Dr. Eckart Herrmann
Tel. 0 52 34-9 89 70
Blomberg:
Klaus-P. Hohenner
Tel. 0 52 35-14 50/ 95 44 55
Horn:
Dr. Hans-H. Hermanni
Tel. 0 52 34-33 08
Paderborn:
Hans-W. Reicke
Tel. 0 52 51-3 38 01